Verein Freiwillige Arbeitseinsätze in Südtirol feiert
Erntedank der Helfer
1688 Helfer leisteten heuer 16.962 Einsatztage auf Südtirols Bergbauernhöfen: Diese
Bilanz präsentierte der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze in Südtirol beim alljährlichen Erntedankfest.
SARNTHEIH (br) — „Ihr stellt eure Zeit, eure Kraft und euch als Mensch für andere zur Verfügung; dieser ehrenamtliche Einsatz ist gelebte christliche Nächstenliebe”, sagte Pater Olaf Wurm an die vielen Helfer gerichtet, die sich gestern im Sarner Bürgerhaus eingefunden hatten. Ein Wortgottesdienst eröffnete die Feier, die der Bauernbundchor musikalisch mitgestaltete.
Bei uns in Südtirol werden kaum Höfe aufgelassen; dazu leistet auch ihr einen wesentlichen Beitrag”, betonte Georg Mayr, Obmann des Vereins Freiwillige Arbeitseinsätze in Südtirol. Den Verein gibt es seit 15 Jahren. Träger sind Bauernbund, Caritas, Lebenshilfe und Jugendring. „Die Kunst ist es, die richtigen Leute zu den richtigen Bauern zu bringen”, sagte Mayr. Da leiste Monika Thaler als Koordinatorin mit den Mitarbeiterinnen im Büro beste Arbeit.
310 Bauern haben heuer um Hilfe angesucht - so viele wie noch nie. Unsere Bauern könnten sich das Erntejahr ohne eure Hilfe nicht mehr vorstellen”, sagte Thaler. Sie nannte auch Zahlen: Im Vergleich zum Vorjahr gab es mit 1688 Helfern und 16.962 Einsatztagen zwar einen leichten Rückgang, doch nahm die Bereitschaft unter den Südtirolern um vier Prozent zu. Sie stellten 19 Prozent der Helfer. Der Großteil, fast 70 Prozent, kam auch heuer aus Deutschland.
Der freiwillige Einsatz ist euch Herzenssache; ihr leistet einen großen Beitrag, dass Natur, Landschaft und das Leben auf den Höfen erhalten bleiben”, betonte Landwirtschaftslandesrat Hans Berger und verband den Dank mit der Bitte, auch im nächsten Jahr mitzuhelfen.